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Japanische Atomkatastrophe führt zu mehr Popularität des NorGer Projektes

Während in Japan daran gearbeitet wird einen Super Gau zu verhindern, steigt in Deutschland das Bedürfnis nach einer sofortigen Abschaltung der hier befindlichen Atommeiler. Für viele Politiker der Bundesregierung stellt sich nun die Frage wie sicher die deutschen Kernkraftwerke überhaupt sind.

Am 14. März verkündete Bundeskanzlerin Merkel die Aussetzung der Laufzeitverlängerung in der BRD.  In Japan führte ein Erdbeben der Stärke 9,0 auf der Richterskala und ein darauf folgender Tsunami dazu, dass das Kühlsystem des Kernkraftwerkes Fukushima I ausfiel und sich die vier Reaktoren aktuell immer weiter erhitzen. Laut Medien ist es nicht auszuschließen, dass es am Freitag zu einer Kernschmelze kommen könnte.

In Deutschland gilt es als fast ausgeschlossen, dass ein Erdbeben zu solch verheerenden Störungen in einem Atommeiler führen könnte, doch eine 100 prozentige Sicherheit wird es nie geben. Hinzu kommt, dass man auch an andere Bedrohungen wie Terror Akte oder ähnliches denken muss, um die Sicherheit wirklich garantieren zu können.

Vorerst ordnete die Bundesregierung nun eine dreimonatige Abschaltung zwecks Sicherheitsüberprüfung an, um den Tatsächlichen Sicherheitsstand der Kraftwerke bestimmen zu können.

Mehr Augenmerk für das NorGer Projekt

Die Diskussionen in Deutschland  erhöhen nun das Bedürfnis der Bürger nach Alternativen zur Kernenergie und lenken damit auch die Aufmerksamkeit auf das deutsch-norwegische Seekabel, welches ab 2015 in Betrieb gehen soll. Im Internet zeigte jetzt eine am 25.01.2011 gestartete Petition wie sich das Interesse an der NorGer-Leitung sprunghaft erhöhte.

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Seekabel Petition

Text der Petition:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, das von Norwegen angebotene “Seekabel” als Bestandteil alternativer Stromversorgung in die Kraftwerksnetzanschlussverordnung (KraftNAV) aufzunehmen und den Begriffen „Netz“ und „Kraftwerk“ gleichzustellen. Dieser Strom wird durch Wasserkraft erzeugt und ist zuverlässig abrufbar. Überschüssiger dt. Strom wird in Norwegen gespeichert und bei Bedarf nach Deutschland zurückgeholt, was den stufenweisen Ausstieg aus der Stromgewinnung mit Kernspaltung bedeutet.

Sprunghaft stieg die Anzahl der Unterzeichner der Petition von wenigen hunderten auf knapp 20.000 an.

Es bleibt zu hoffen, dass nun auch mehr Kritiker auf dieses Projekt aufmerksam werden, damit auch die Gefahren der NorGer-Leitung mehr Berücksichtigung in den Medien finden.

Wie sich am Beispiel der Petition zeigt, wird erneut der Bericht des SWR 3 vom 20.09.2010 von vielen zur Meinungsbildung herangezogen ohne diesen überhaupt hinterfragt zu haben.

So bleibt erneut von vielen Befürwortern unbeachtet, dass sich neben der NorGer Leitung auch parallel das NORD.LINK Kabel in der Genehmigungsphase befindet und dass durch die Ableitung von Windenergie auch die Preissenkenden Effekte des Merit-Order-Effektes vermindert werden, oder Windstrom auch aus dem deutschen Strommarkt geleitet werden könnte, wenn gar keine Überproduktion herrscht.

Für das NorGer-Konsortium zeigt dies erneut, wie wichtig der SWR3 Bericht für das Kabelprojekt ist, sofern es sich dabei nicht sogar um eine eigens initiierte PR-Masche handelt.

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