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NorGer Leitung könnte in Höhe des Kernkraftwerkes Unterweser ans Netz gehen

Bisher war es die Argumentationsgrundlage des Stromnetzbetreibers TenneT, dass die NorGer Leitung bis ins 50 km entfernt gelegene Moorriem gelegt werden müsste, weil das beim KKU befindliche Hochspannungsnetz bereits durch Windkraft und die Einspeisung des Kernkraftwerkes voll ausgelastet sei. Der ursprünglich durch das NorGer Konsortium bevorzugte Anschlusspunkt wurde aus diesem Grund kurzerhand verworfen.

Die Übertragungsleistung des Hochstrom-Gleichstrom-Übertragungskabels (HGÜ) entspräche mit 1.400 MW fast genau der Produktionsleistung des Kernkraftwerkes Unterweser.

Nach den bisherigen Beschlüssen der früheren rot-grünen Bundesregierung hätte das KKU ohnehin 2012 vom Netz gehen müssen. Dem stand bisher jedoch die Laufzeitverlängerung der aktuellen Bundesregierung gegenüber.

Nach den Zwischenfällen im japanischen Kernkraftwerk Fukushima I und der vielleicht bevorstehenden Kernschmelze in bis zu dreien der vier Reaktoren, wurde jetzt auch über die Sicherheit deutscher Kraftwerke debattiert. Kanzlerin Merkel verkündete nun, dass die sieben ältesten Atommeiler vorläufig abgeschaltet würden. Grund für die Abschaltung seien ausgiebige Sicherheitskontrollen die in den kommenden Monaten durgeführt werden sollen. Für die 400 Angestellten Kraftwerkes kam diese Nachricht völlig überraschend.

Sollte das NorGer Projekt tatsächlich umgesetzt werden und das Kernkraftwerk nicht die Sicherheitsüberprüfung bestehen, dann wäre hier sicherlich der beste Netzanschlusspunkt. Sowohl für die Moorriemer, als auch für die Anwohner in den Ortschaften entlang der Kabeltrasse bis nach Elsfleth, wäre dies sicherlich die verträglichste Lösung.

In Moorriem müsste für den Anschluss an das deutsche Hochspannungsnetz eigens eine 25m hohe Konverterstation auf einer Fläche von 350 x 350 m errichtet werden.

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