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Konverterstation

Eine Konverterstation dient der Umwandlung von Wechselspannung in Gleichspannung und entgegengesetzt. Wird Strom von Kraftwerken als Wechselspannung produziert und soll über lange Strecken transportiert werden, dann ist es besser, den Transfer als Gleichstrom durch zu führen. Hierfür muss am Einspeisepunkt des Transportnetzes und am Ende eine Konverterstation errichtet werden, welche den Strom jeweils von Wechselstrom in Gleichstrom verwandelt und wieder zurück.

Für die Verwandlung werden verschiedene Baukomponenten benötigt, wie die Thyristorventile, HGÜ-Transformatoren, Hochspannungsschaltanlage, Kondensatorenbänke und verschiedenen Filter zum Auffangen von Oberschwingungen der Elektrizität.

Bei der Transformation entsteht je nach Größe der Anlage Lärm im Bereich von 80 – 95 dB, was in etwa dem Geräusch eines Presslufthammers entspricht.

Um den Lärmpegel für Anwohner möglichst gering zu halten, werden die Thyristorventile in einem riesigen Industriegebäude installiert, das der Schallisolation dient. Die Höhe des Gebäudes wird etwa 25 m betragen und damit sämtliche Gebäude in der näheren Umgebung überragen.

An die Konverterstation in Deutschland wird das aus Norwegen kommende HGÜ-Kabel angeschlossen, durch welches der Gleichstrom über lange Strecken transportiert werden kann. Der Transfer als Gleichstrom gilt aktuell als effizienteste Methode der Stromübertragung und wird beim NorGer Projekt wegen einer Seekabellänge von 600 km bevorzugt.

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