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Rainer Brüderle

Rainer Brüderle wurde im Jahr 1948 geboren und studierte Volkswirtschaftslehre, Rechts- und Politikwissenschaft an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz.

Seit 1973 ist er Mitglied der FDP und wurde 1983 zum Landesvorsitzenden der FDP Rheinland-Pfalz erkoren. In seinem weiteren Werdegang folgte im Jahr 1995 das Amt des Stellvertretenden Bundesvorsitzenden der FDP. Zwischen 1994 und 1998 gehörte Brüderle der Bundesregierung als Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau an und wurde am 28. Oktober 2009 zum Bundesminister für Wirtschaft und Technologie ernannt.

Durch sein Amt als Bundeswirtschaftsminister ist Rainer Brüderle bestrebt, dass der technische Fortschritt und Strukturwandel nachhaltig gefördert wird. Für zukunftsweisende Technologien, deren Entwicklung, Anwendung und damit verbundenen Dienstleistungen, sollen ideale Voraussetzungen in Deutschland geschaffen werden.

Für das Überseekabelprojekt muss das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie seine Zustimmung geben, um das Kabel als Kraftwerk nach der Kraftwerksnetzanschlussverordnung anzuerkennen. Sobald dies geschehen ist, erhält die NorGer KS die Chance, jederzeit seinen Strom in das deutsche Netz einzuspeisen. Durch Handelsgeschäfte an der EEX, wird dann der aus Norwegen kommende Strom, wieder angekauft. Für das zu Grunde liegende Spekulationsgeschäft ist dies von enormer Bedeutung. Am Tage, wenn der Stromverbrauch in Deutschland hoch ist, kann das Konsortium seinen Strom zu erhöhten Preisen nach Deutschland verkaufen und während der Nacht die überproduzierten Strommengen aus Wind, Kohle, Kernkraft oder anderen Quellen zur Erzeugung von Energie, wieder zum Befüllen der norwegischen Speicherseen aufkaufen.

Die Kalkulation für ein solches Projekt scheint aufzugehen, wie sich am Beispiel der Kabelverbindung NorNed leicht erkennen lässt. Dabei wurden bereits nach wenigen Monaten Erträge in Höhe von 70 Millionen Euro eingespielt.

Das Bundeswirtschaftsministerium, vertreten durch Rainer Brüderle, steht aktuell in der Kritik, da es mit der Entscheidung über das NorGer Projekt noch sehr lange wartet. Erst wurde auf die Entscheidungen der Bundesnetzagentur gewartet, um dann selber auf Grund der Entscheidungsergebnisse tätig zu werden oder die Verantwortung vorerst von sich zu weisen.

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