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Statnett

Das norwegische Stromübertragungsnetz wird von der Statnett betrieben und ausgebaut. Das Unternehmen ist zu 100 Prozent verstaatlicht und unterliegt dem Ministerium für Erdöl und Energie.

Statnett ist allein für die Übertragung und den Vertrieb des Stromes in Norwegen zuständig.

Das staatliche Unternehmen Statkraft, ein norwegischer Energieversorger, war bis 1992 für das Stromübertragungsnetz in Norwegen zuständig. Um dieses Unternehmen flexibler zu machen, wurde das Übertragungsnetz ausgegliedert und die Statnett SF zum Unterhalt des nationalen Versorgungsnetzes gegründet.

Das neu gegründete Unternehmen ist längst nicht mehr allein für das inländische Stromnetz zuständig, sondern baute auch Stromverbindungen nach Schweden oder Finnland.

Über diese Verbindungen findet der Stromhandel an der Nordel und Nord Pool, dem nordischen Stromaustauch-Verbundsystem statt. Während der 90 Jahre wurden in Norwegen zwei Gaskraftwerke gebaut, da die Stromversorgung aus Wasserkraft nicht ausreichte und das Land über reiche Gasvorkommen verfügt.

Weiter Planungen seit 2007, über den Bau eines Thorium Kernkraftwerkes, wurden bis heute nicht umgesetzt.

In 2008 wurde bereits von Statnett, gemeinsam mit der E.ON Netz (heute TenneT) eine Studie zur Verbindung des deutschen und des norwegischen Strommarktes in Auftrag gegeben.  Das Ergebnis war der mögliche Bau des Kabels Nord.Link. Die Kosten für dieses Vorhaben wurden mit 1,4 Milliarden Euro veranschlagt und sollten die Übertragung von bis zu 1.400 MW Strom ermöglichen. Hintergrund war, dass durch einen höheren Anteil an Erneuerbaren Energien die Netzschwankungen steigen und die Überproduktion aus dem deutschen Kraftwerksmarkt in norwegische Wasserspeicher geleitet werden könne, um diese auf Abruf zurück führen zu können. Die Umsetzung dieses Projektes erfolgt nun durch das NorGer Konsortium. Verwunderlich ist jedoch, dass die Statnett offiziell erst im Juni 2010 beigetreten ist und TenneT nur für den Anschluss an das deutsche Stromnetz zuständig ist.

Informationen über dieses Projekt befinden sich auf den Seiten der E.ON und Statnett!

Textauszug:

NORD.LINK is based on the exchange of electricity between a hydropower-based system in Norway and a system largely based on coal, gas and nuclear power with wind power and other renewable energy becoming increasingly important. The two different systems complement each other very well.

http://www.statnett.no/en/Cable-projects/NORDLINK/Why-are-we-establishing-a-new-cable-link/

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