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NorNed

Ähnlich wie das geplante Projekt NorGer ist NorNed eine Kabelverbindung zwischen zwei Ländern. Während beim Projekt NorGer der Name für Norway und Germany steht, lässt sich bei NorNed schnell erahnen, dass es sich um eine Stromverbindung zwischen Norwegen und den Niederlanden handelt.

Eine weitere Konstante zum Überseekabel der NorGer ergibt sich durch die Investitionsträger TenneT und Statnett.

Mit einer Bauzeit von 2 Jahren wurde ein 580 km langes Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungskabel verlegt, welches vom niederländischen Ort Eemshaven bis ins norwegische Feda in Kvinesdal verläuft.

Der Bau dieser Verbindung wurde mit 550 Millionen Euro kalkuliert und schlug später mit tatsächlichen 600 Millionen Euro zu Buche. Nach nur vier Monaten hat dies Projekt bereits Erträge von 70 Millionen Euro eingebracht.

Beim NorNed Projekt wird der überschüssige Strom aus dem Kraftwerksmarkt der Niederlande nach Norwegen übertragen. Nachts wird dann überwiegend der Strom aus niederländischen Kernkraftwerken, welche sich meist nur in kleinem Umfang dem verminderten Stromverbrauch anpassen können, nach Norwegen geleitet und dort in Pumpspeicherkraftwerken eingelagert. Wenn der Strom aus den Niederlanden kommt, werden am anderen Ende durch riesige Pumpen die Stauseen der Wasserkraftwerke aufgefüllt und die Energie gespeichert.

Die großen Strommengen, die an dieses Projekt geknüpft sind, erfordern den Bau weiterer Pumpspeicherkraftwerke.

Ein riesiges Manko ergibt sich während der Stromüberführung, da hierbei ein Verlust von bis zu 10 Prozent des transferierten Stromes zu Buche schlägt.

Weder auf der Homepage der Statnett noch auf der der TenneT wird von grünem Stromtransfer nach Norwegen gesprochen!

1 comment to NorNed

  • Jörg

    Was ist den jetzt dran? Oder saugst du dir das hier einfach aus den Fingern? Das NorGer Projekt ist doch schon sehr fortgeschritten oder nicht? Nach meinem Kenntnisstand ist nus sogar das Raumordnungsverfahren abgeschlossen oder irre ich mich? Hat denn bisher noch niemand eingehend hinterfragt, ob die NorGer KS allein Ökostrom durch die Leitung pumpt?
    Das hätte doch nicht zuletzt durch die beteiligten Behörden geschehen müssen.

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